RIEDL GRUPPE
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Mitgliedschaften der
RIEDL-Gruppe:

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  • BSK
  • World Project Group
  • The Heavy Lift Group
  • Specialized Carriers & Rigging Association
  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer

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Fahrzeugkrane Road Journal 4/04
www.krantechnik-roadjournal.de

Wenige Tage nach seinem 65. Geburtstag am 18. September 2004 ist Rolf Dieter Riedl Ende September von allen Ämtern in der von ihm vor gut 17 Jahren gegründeten und ständig ausgebauten Riedl-Gruppe zurückgetreten. Damit hinterläßt Rolf Riedl ein gut bestelltes Feld von sehr gut laufenden, im Markt gut positionierten Einzelgesellschaften seiner Gruppe. Gemeinsam mit Joachim Patzner(51)wird seine Tochter lris Katrin (29 J.), die bereits seit Jahresanfang in die Geschäftsleitung eingebunden ist, die Stammgesellschaft führen.
Alle anderen Einzelgesellschaften der Riedl-Gruppe verbleiben unter dem bewährten Management ihrer geschäftsführenden Gesellschafter: Riedl & Stöcker GmbH, Hagen, unter Manfred Stöcker, Riedl &Tschierschke GmbH in Karben bei Frankfurt/M unter Christian Tschierschke und Transgerma Riedl & Kiehntopf GmbH in Bremen unter Hans Kiehntopf. Die Tätigkeitsfelder der einzelnen Riedl-Gesellschaften sind so strukturiert, dass sie sich in ihren Spezialleistungen ideal zu einem allumfassenden Dienstleistungspaket kombinieren lassen, das Schwerlastspedition, Überseeverladungen, Anlagen- und Projektlogistik, Montagen, Betriebsumzüge, Transport Engineering und Industrie-Service umfasst. Hans Kiehntopf ist seit Oktober 2002 damit beauftragt, diese Leistungen zu koordinieren und bei Bedarf den Industriekunden in Europa und Übersee als komplette Service-Pakete von Lieferwerken bis auf die Fundamente an ihren Bestimmungsorten, betriebsfertig montiert, anzubieten.
"Unser Feld ist sehr gut bestellt; darauf bin ich besonders stolz und dankbar", kommentiert der Firmengründer seinen Rückzug aus dem aktiven Tagesgeschäft seiner Firmengruppe, der er durch einen Beratervertrag weiterhin verbunden bleiben wird. Sein Ausscheiden sehen auch seine zahlreichen Freunde im In- und Ausland als krönenden Abschluss einer hart erarbeiteten, erfolgreichen Unternehmerkarriere, mit der Rolf Riedl in der Branche Schwertransport und Projektlogistik viele eigene Akzente gesetzt hat, wie ihm zahlreiche Auftraggeber mehrfach bestätigt haben. Riedls Credo war stets die uneingeschränkte Kooperation und Kommunikation - innerhalb seiner Firmen und im Firmenverbund, mit den Verladerkunden und mit den Leistungsträgern innerhalb der Transportkette, ebenso die auf absoluter Neutralität und Zuverlässigkeit beruhenden vertrauensvollen Kundenverbindungen.


Rolf Dieter Riedl

Kooperation über Grenzen und Meere hinweg war für Rolf Riedl im Sinne seiner Auftraggeber immer eine Verpflichtung: Die Service- und Transportketten mussten zuverlässig und reibungslos funktionieren, schwache Glieder durfte es nicht geben. Deshalb baute Rolf Riedl bei überseeischen Operationen stets auf bewährte, gewachsene Partnerschaften mit profilierten lokalen Leistungsträgern in den Zielmärkten. Diese Philosophie inspirierte ihn, seinen britischen Freund und Kollegen Douglas R. Hird und Kollegen aus dem Benelux-Raum, 1987 die European Heavy Lift Group, heute The Heavy Lift Group, als kooperativen Verbund leistungsstarker mittelständischer Partner aus der Taufe zu heben. Darüber hinaus schlossen Riedl über seine Stammgesellschaft und die Transgerma Riedl & Kiehntopf in Bremen bilaterale Kooperationsverträge mit Partnern in China, Brasilien, USA und Indien. Das kooperative Spektrum erweiterte Riedl durch seine Mitgliedschaft im amerikanischen Spitzenverband SC&RA.
Seinen Berufsweg begann der in München gebürtige Rolf Dieter Riedl 1954 mit einer Speditionslehre bei Dachser in München und sammelte bis 1965 Erfahrungen in den Bereichen Lkw-Transport, Lagerung, Import- und Export-Zollabfertigungen, Eisenbahnverkehr, Luftfracht und Seetransporte, Binnenschiffahrt und Ponton-Transporte bei namhaften Unternehmen wie Danzas, LEP-Transport, Lufthansa und Hermann Ludwig. Für Hermann Ludwig war Riedl ab 1965 drei Jahre lang in den Häusern Antwerpen und Rotterdam tätig. Ab 1969 konzentrierte sich Riedl ausschließlich auf Schwer- und Projekttransporte und wurde von bekannten Unternehmen in leitenden Positionen als General Manager im internationalen Projekt- und Anlagentransportgeschäft verpflichtet. So für Schwertransporte, Kran- und Rigging-Operationen bei Hermann Ludwig, bei Baumann & Co. in Frankfurt/M, bei der Bohne-Gruppe in Bremen und bei Heinrich Schütz in Hagen.
Nach dem Zusammenbruch der Schwerlastspedition Schütz wagte Rolf Riedl mit damals 19 Jahren Erfahrung im Schwertransport und in der Projektlogistik den Sprung in die Selbständigkeit: Am 1. Februar 1987 wurde die Rolf Riedl GmbH Internationale Schwertransporte in das Handelsregister von Hagen eingetragen. Sein Berufskollege Joachim Patzner wagte ebenfalls den Neubeginn in der neugegründeten Firma. Seine Ehefrau, diplomierte Außenhandelskauffrau mit beruflichen Wurzeln gleichfalls in der Speditionsbranche, lernte Rolf Riedl während seiner Tätigkeit in Antwerpen kennen. Aus der Ehe mit Ellen Riedl, gingen die Kinder Andreas M. Riedl, der heute als Jurist und Partner einer Hamburger Fachanwaltskanzlei mit Schwerpunkt Transportrecht tätig ist, und Iris Katrin Riedl hervor. Iris Riedl erwarb nach ihrem BWL-Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster berufspraktische Erfahrungen im Handling und in der Verschiffung von Stahlpartien in den USA am Novolog-Spezialterminal (Philadelphia), im weltweiten Handel und Transport von Pressen im britischen Birmingham und von Düsseldorf aus im Stahlhandel und mit Verschiffungen von Stahl nach Osteuropa, USA und Indien, war Produktmanagerin bei Vodafone, bevor sie Anfang 2004 in die Geschäftsleitung des väterlichen Unternehmens in Hagen wechselte.
Für Rolf Riedl sind damit die Weichen für einen reibungslosen Übergang der Unternehmensführung in Verbindung mit seinem Rückzug in den wohlverdienten Ruhestand gestellt. Seine Mitarbeiter und zahlreichen Freunde aus Kunden- und Kollegenkreisen begleiteten ihn auf diesem Schritt mit einem "Hoffest" im September auf dem eigenen Betriebsgelände am Stammsitz der Kerngesellschaft im wesffälischen Hagen.