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Home Presse Presse 2004 Komplette Heater-Anlage von Italien nach England
Komplette Heater-Anlage von Italien nach England

Einsatz mit Goldhofer Schwerlastmodule
Goldhofer Selbsffahrer arbeitete für "Job of the Year"
ROAD Journal 3/ 2004
www.krantechnik-roadjournal.de

"Conoco" hieß das Projekt, unter dem sich die Schwerlastgruppe RIEDL mit ihrem italienischen Partner INTERNATIONAL CARGO WAYS um den "Job of the Year" bewarb. Dabei handelte es sich um den Transport einer kompletten Heater-Anlage von Italien nach England. In Italien bei der Firma Linde wurden die einzelnen Komponenten hergestellt. Insgesamt handelte es sich um ein Transportvolumen von 1.307 Tonnen. Darunter befanden sich drei Brennkessel mit Einzelgewichten von ca. 250 Tonnen und Abmessungen von ca. 24 m Höhe, 8 m Breite und 16,8 m Länge. Um den Transport solcher Dimensionen zu bewerkstelligen bedurfte es natürlich einer ausgereiften Fahrzeugtechnik. Ein Problem war auch der zu unterfahrende Abstand zwischen den einzelnen Standfüßen der Brennöfen. Der Abstand betrug lediglich 5,2 m. Außerdem mussten die Einheiten ohne Kranhilfe aufgenommen und abgeladen werden.


Auf insgesamt 144 Reifen setzte sich der erste Brennofen in Bewegung.

Hierfür hatte die Firma Trans ADM das passende Fahrzeugkonzept. TransADM verfügt über mehrere Schwerlastmodule der Firma Goldhofer. Darunter befindet sich auch ein Selbstfahrer vom Typ PST/ST mit hydrostatischem Fahrantrieb. Die Besonderheit war jedoch, dass es sich bei diesen Modulen um so genannte "Splitfahrzeuge" handelt. Diese Module lassen sich in der Fahrzeugmitte in Längsrichtung teilen. Somit können die Module zur 1 + 1/2-fachen Fahrzeugbreite zusammengekuppelt werden. Dadurch entsteht eine Ladefläche der Module von 4.900 mm, was exakt unter die Brennöfen passt. Eingesetzt wurde eine 1 2-achsige Goldhofer Selbstfahrerkombination (PST/ST 1+1/2).


24,9 m Gesamthöhe und ein Gesamtgewicht von 538 Tonnen.

Die Transportstrecke zum Hafen belief sich auf 1850 m und musste exakt vermessen werden, damit keinerlei Hindernisse - vor allem in der Höhe - den Transportablauf behinderten. Langsam und mit höchster Konzentration erfolgte der Transport. Schwierigkeiten bereiteten dabei die extrem hohe Schwerpunktlage in 16,5 m Höhe sowie der anhaltende Regen.

DieTraktion der angetriebenen Achsen des Goldhofer Selbsffahrers arbeitete auf dem klitschigen Asphalt ohne Probleme und die Transportmannschaft hatte die hohe Schwerpunktlage dank der hydraulischen Niveauregulierung des Trailers bestens im Griff. Der Transport verlief ohne Zwischen fälle. Auch stellte das Auffahren auf das Frachtschiff sowie das punktgenaue Abstellen der Brennöfen dank der präzisen Lenkmöglichkeiten des Goldhofer Selbstfahrers keine Probleme dar. Nachdem die Öfen über den hydraulischen Achsausgleich abgestellt wurden, konnten sie anschließend miteinander verschraubt werden. Nach ca. 72 Stunden waren alle Einheiten und Zubehörteile auf dem Frachtschiff angelangt. Die Entladung auf englischer Seite konnte aufgrund der kürzeren Transportstrecke innerhalb von 2 Tagen bewältigt werden.


Dank des hydraulischen Achsausgleichs bereitete das Auffahren auf das Frachtschiff keine Probleme.


Das Frachtschiff "M/V Ostara" kurz vor dem Auslaufen.