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Home Presse Presse 2002 Maßkonfektion "Logistik" im globalen Projekt- und Anlagengeschäft
Maßkonfektion "Logistik" im globalen Projekt- und Anlagengeschäft

VDMA Nachrichten
Rolf D. Riedl, Geschäftsführer, Riedl-Gruppe, Hagen

Die zunehmende Überlastung der Verkehrswege, Engpässe bei den Transportkapazitäten sowie die gleichzeitig immer komplexer werdenden Aufgabenstellungen stellen erhöhte Anforderungen an den Dienstleister bei der globalen Projektabwicklung des Anlagengeschäftes. Hinzu kommen die hohe Sensibilisierung von Genehmigungsbehörden sowie der Versicherer in Umwelt- und Sicherheitsfragen. Berücksichtigt werden muss außerdem, dass im heutigen Anlagen- und Projektgeschäft tendenziell Lieferpläne und Projektierungszeiten enger werden.

Die damit verbundenen erhöhten Lieferrisiken bedingen eine immer größere Bandbreite und logistische Tiefe der operativen Flexibilität und Variationsfähigkeit des Logistikpartners. Anders als bei den meist standardisierten Produkten des normalen Speditionsgeschäftes werden im Projekt- und Anlagengeschäft spezifische Anforderungen an den Transport gestellt. Vielfach sind Schwer- und Volumentransporte notwendig, die detailliert geplant und vorbereitet werden müssen. Nur durch die frühzeitige Einbindung und beratende Begleitung des Logistikpartners in die Projektrealisierung bereits im Planungsstadium kann dem voll Rechnung getragen werden. Erst damit ist eine auf die besonderen Anforderungen durch die unterschiedlichsten Produkte, die geographischen Gegebenheiten und Transportrouten sowie die vorhandenen Zeitfenster abgestimmte maßgeschneiderte Logistik mit individuellen ProblemIösungen möglich, die alle Gegebenheiten bis zur Inbetriebnahme der Anlage am Aufstellungsort berücksichtigt.


Ein Pressenkörper wird mit einem hydraulischen Hubgerüst auf das Fundament abgesetzt.

An den Dienstleister werden im Rahmen „systemübergreifender integrierter Service-Partnerschaft" im Einzelnen folgende Anforderungen gestellt:

  • topaktuelle Kenntnisse über die topographischen Gegebenheiten auf der gesamten Transportroute,
  • Erfahrungswerte über transport- und umschlagtechnische Möglichkeiten vor Ort,
  • möglichst eigene Unternehmen oder bilaterale Kooperationsverträge mit leistungsfähigen regionalen Schwerlastspezialisten in den Zielländern,
  • qualifiziertes und entscheidungsbefugtes Fachpersonal, welches vor Ort auf geänderte Bedingungen zeitnah reagiert,
  • gute Kontakte zu Genehmigungs- und Umweltbehörden.

Außerdem sollten von einem international im Anlagen- und Projektsektor tätigen Dienstleister heutzutage folgende Tätigkeitsfelder abgedeckt werden:

  • De- und Remontagen,
  • Konservierung,
  • Signierung,
  • Ersatzteilbeschaffung,
  • Wartung,
  • Verpackung,
  • Zwischenlagerung,
  • Auspacken und Entsorgen.

Mit dem richtigen Partner können in allen Bereichen des Maschinenbaus, in denen große Mengen sowie schwere und großvolumige Teile bewegt werden müssen, Prozesse effektiver gestaltet und Zeit und Kosten eingespart werden. Das eigene Personal selbst kann von „Routinearbeiten” entlastet werden und sich auf das Kerngeschäft des Unternehmens konzentrieren:

  • Abwicklung gegenüber dem Kunden: umfassendere Betreuung möglich,
  • Abwicklung gegenüber den Banken, die in der Regel die monetäre Abwicklung über Akkreditive etc. bewerkstelligen: weniger Fehler bei der notwendigen Dokumentation, damit schnellerer Zahlungsverkehr.

Damit kann insgesamt die Qualität gesteigert werden, und das Unternehmen kann seine Lieferfähigkeit entscheidend verbessern. Die ansteigende Komplexität dieses speziellen Geschäfts verliert seine Tücken.