Fast die volle Staukapazität des Hamburger Schwergutfrachters "Paula" der Reederei SAL Schiffahrtskontor Altes Land GmbH in Steinkirchen bei Hamburg beanspruchte eine Partie gebrauchter Karosseriepressen, die von der TRANSGERMA Riedl & Kiehntopf GmbH von Japan nach Frankreich disponiert wurde. Im April 2001 erhielt die Bremer Schwerlastspedition TRANSGERMA den Auftrag, zwei gebrauchte Karosseriepressen mit allem Zubehör in Japan zu übernehmen und nach einem vorgegebenen Zeitplan am neuen Einsatzort im französischen Le Mans anzuliefern. Dieser Anlieferplan war eingebunden in den Fortschritt der Montage durch die Scholpp Montage GmbH als Generalunternehmer im Auftrage der Firma Schuler Spiertz in Strasbourg. Wegen der sehr begrenzten Platzverhältnisse im Umfeld der Endmontage mußte jeglicher Rückstau vermieden werden. In der ersten Juli-Woche wurden die Pressen im Hafen Yokohama mit dem bordeigenen Schwergutgeschirr der "Paula" landseitig und aus Leichtern außenbords übernommen. Insgesamt umfaßte die Partie 153 Kolli mit einem Gesamtgewicht von 1.550 Tonnen bzw. etwa 2.700 frt darunter viele Schwergutstücke mit Einzelgewichten von teilweise über 100 Tonnen. Das Stauen der Ladung erwies sich als recht kompliziert und zeitaufwendig, da die meisten Frachtstücke auf Grund ihrer Konstruktion, Verpackung und ihrer hohen Stückgewichte nicht überstaut werden konnten. Deshalb wurden im Schiff mehrere Zwischendecks eingezogen, um den großen Bedarf an Staufläche zu decken. Nach drei Tagen Laden, Stauen und bordseitiger Ladungssicherung verließ der SAL Schwergutfrachter den japanischen Hafen mit Kurs auf Europa. Auf dieser Route wurde zusätzlich Masan angelaufen, um einen großen Schiffsmotor zu übernehmen, der für einen der Schiffsneubauten der Reederei Maersk bestimmt war, der auf der Odense-Werft in Dänemark entsteht. Der zerlegte Großdieselmotor wurde in Teilen mit bis zu 425 Tonnen Stückgewicht geladen. |  Die am Verladekai in Yokohama teilweise vorab angelieferten Pressenteile werden von einem Mobilkran in den Arbeitsbereich der Schwergutkrane von MS "Paula" positioniert
 Das Laden eines von mehreren Großteilen der gebrauchten Karosseriepressen von über 100 Tonnen im Hafen Yokohama mit den Bordkranen des SAL-Schwer gutfrachters "Paula"
Im französischen Hafen Le Havre löschte die "Paula" - wiederum mit dem eigenen Schwergutgeschirr - programmgemäß im Zeitplan die Gesamtpartie der japanischen Karosseriepressen am 23. August 2001. Der Schwergutfrachter verfügt über zwei Bordkrane von je 320 Tonnen und einen dritten Bordkran von 200 Tonnen, die alle drei gekoppelt für den Umschlag von Einzellasten bis über 700 Tonnen eingesetzt werden können. |