RIEDL GRUPPE
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Mitgliedschaften der
RIEDL-Gruppe:

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  • World Project Group
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  • Specialized Carriers & Rigging Association
  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer

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Home Presse Presse 2001 Mit Hubgerüst am Zielpunkt auf 8 m hohe Fundamente
Mit Hubgerüst am Zielpunkt auf 8 m hohe Fundamente

Schwere Ausrüstungen für Papierfabrik von Deutschland nach Portugal

Der Transport mehrerer schwerer Ausrüstungsteile für das werkseigene Kraftwerk einer portugiesischen Papierfabrik erforderte intensive Projektarbeit bereits in der Vorplanung und ein Höchstmaß an Engineering und Präzisionsarbeit am Endbestimmungsort.

Eine 93 5 Tonnen schwere Turbine, ein Generator von 63 Tonnen und ein Kondensator von 22,5 Tonnen wurden von der Riedl-Gruppe auf unter schiedlichen Wegen von Görlitz und Erfurt nach Viana do Castelo disponiert. Bereits im April 2000 wurden die Hagener Spezialisten mit der Ausarbeitung eines Konzepts für Transport, Einbringung und Montage dieser schweren Kraftwerksausrüstungen und Zubehörteile beauftragt. Nach Vorstellung dieses Konzepts erhielt die Rolf Riedl GmbH im August 2000 vom Kunden Siemens den Auftrag für die Projektdurchführung.

Während der 63 Tonnen schwere Generator (6.600 x 3.300 x 2.880 mm) von Erfurt und der 22,5 Tonnen schwere Kondensator (7.800 x 2.500 x 3.300 mm) von Görlitz direkt per Tieflader auf die Baustelle der Papierfabrik Portucel in der nordportugiesischen Hafenstadt Viana do Castelo verladen wurden, arrangierte das Projektteam der Riedl-Gruppe für die Turbine eine Verschiffung über den niedersächsischen Seehafen Brake. Nach dem Vorlauf per Schwerlast-Trailer wurde das 93,5 Tonnen schwere Teil mit den Abmessungen 8.100 x 5.500 x 4.000 mm im Januar 2001 zeitgleich mit der durchgehenden Landverladung der anderen Teile an der Anlage von J. Müller Terminals in Brake in ein Küstenmotorschiff verladen, das dort Stahl für Portugal geladen hatte. Schwere See verzögerte allerdings die Seereise um zwei volle Tage.


Umschlag des Generators im Unterweserhafen
Brake mittels eines Schwimmkrans ins Seeschiff.


Im portugiesischen Hafen Viana do Castelo wird der Generator durch einen 500-Tonnen-Mobilkran an Land gesetzt.

Im Hafen Viana do Castelo setzte das Riedl-Team einen mit 135 Tonnen Kontergewicht bestückten 500-Tonnen-Mobilkran vom Typ Liebherr 1400 ein, der die Turbine auf einer 8-Achsen-Fahrzeugkombination absetzte. Die 12 km lange Nachlaufstrecke vom Hafen zur Papierfabrik war nach mehreren

Streckenprüfungen in Absprache mit den lokalen Behörden ausgewählt worden, obwohl zwei Engpässe überwunden werden mußten. Das erste Handicap, eine zu schwache Brücke, konnte das Projektteam mit einem Fly-over, also einer Brücke über die Brücke, überwinden. Ein zweiter Engpaß war eine Allee mit altem, über die Fahrbahn reichenden Baumbestand, der nur knapp von dem "überdimensionalen Schuhkarton" umfahren werden konnte.


Das 400 Tonnen hebende Hubgerüst der Firma Riedl & Stöcker ist vor dem Maschinenhaus der Kraftwerkstation aufgerichtet worden.


Das Einbringen der 93,5 Tonnen schweren Turbine mit dem Hubgerüst auf die 8 m hohen Fundamente im ersten Stock des Maschinengebäudes.

Die größten Herausforderungen mußten aber am Einbauort selbst gelöst werden. Das war die Hauptaufgabe für Spezialisten der ebenfalls zur Riedl Gruppe mit Sitz in Hagen gehörenden Riedl & Stöcker GmbH. Da die Turbine in ein 8 m hohes Obergeschoß eines Maschinenhauses einzubringen war, errichteten die R&S Spezialisten vor dem Gebäude eine Plattform mit einem vollhydraulischen Hubgerüst von 400 Tonnen Tragkraft uind einer aufgelegten Verschubbahn, die mit innerhalb des Gebäudes verlegten Verschubbahn fest verbunden wurde. Nachdem sich der 500-Tonnen-Autokran vor dem Maschinenhaus aufgebaut hatte wurde die Turbine vom Schwerlasttrailer abgenommen und auf der mit Verschubbahnen bestückten Plattform vor dem Gerbäude abgesetzt. Mit elektrohydraulischen Greifzügen wurde die 93,5 Tonnen schwere Turbine in das Maschinenhaus hineingezogen, nachdem die Geschoßdecke im Bereich der Verschubbahn mit Baustützen unterstützt wurde. Als nächster Schritt mußte das R&S-eigene Hubgerüst vor dem Maschinenhaus abgebaut und auf dem 8 m hohen Geschoß innerhalb des Gebäudes erneut aufgebaut werden. Dabei kam die speziell für diesen Einsatzzweck in eigener Werkstatt gebaute Seilspreize wie beim ersten Hub erneut zum Einsatz. Im Tandem von Hubgerüst und dem im Maschinenhaus installierten Hallenkran wurde die Turbine bis über das Fundament gefahren und millimetergenau auf den vom Siemens-Bauleiter zuvor justierten Nivellierelementen und nach Kontrolle der Achsen abgesetzt. Nach nochmaliger Endkontrolle gab es dann das "OK" zum Abbau aller für die Montage eingesetzten Gerätschaften. Einmal mehr bewährte sich auch bei dieser Projektabwicklung, daß alle Transportoperationen, Einbringungs- und Montagearbeiten von der Riedl-Gruppe von verschiedenen Lieferwerken bis zum Endbestimmungsort aus einer Hand angeboten und durchgeführt wurden.