Im Februar 1999 wurde die Hagener Schwerlast- und Projektspedition Rolf Riedl GmbH mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den Transport und mit der Erstellung eines Montagekonzepts für Einbringung und Montage einer 306 Tonnen schweren Gasturbine aus der Produktion eines Werks in Berlin bis auf die Fundamente am Endbestimmungsort in Mainz - Wiesbaden beauftragt.  Umschlag der 306 Tonnen schweren Turbine im Hafen Mainz mit einem 800 Tonnen tragenden Gittermast-Mobilkran.
Nach Vorstellung des Transport- und Montagekonzepts beim Kunden im Herstellerwerk Berlin erhielt das Projektteam der Riedl - Gruppe den Auftrag für die Durchführung und nach Abschlu8 aller Arbeiten ein ”dickes Lob”. Für den Vortransport zum Berliner Westhafen mußte eine Fahrzeugkombination von zwei seitlich gekoppelten 12-Achs-Einheiten (Typ Scheuerle) eingesetzt werden. Im Berliner Westhafen arrangierte das Projektteam den Umschlag der 306 Tonnen schweren Turbine mit den Abmessungen 10.930 x 5.180 x 4.860 mm mit einem dort vorhandenen Schwerlastkran der BEHALA. Abgesehen vom Dezember - Wetter bereitete der für diesen Zeitpunkt terminierte umweltschonende Binnenschiffstransport das geringste Problem. Im Hafen Mainz stellte das Riedl - Team einen 800 - Tonnen Gittermast - Autokran (Typ Liebherr LDG 1800) für das Löschen aus dem Binnenschiff und den Umschlag auf eine 16-achsige Fahrzeugkombination bereit. Der Kran war bestückt mit einem SL - Hauptausleger von 35 m, einem Derrickausleger von 31,50 m, 250 Tonnen Schwebeballast und 160 Tonnen Drehbühnenballast. Die technische Herausforderung bestand darin, daß auf Grund der Lasteinleitung in den Kai der Wasserstand des Mainzer Pegels 2,50 m nicht unterschritten werden durfte. Wäre dies dennoch der Fall, hätte ein wesentlich kostenintensiverer Raupenkran, etwa der LRD 1800 als größter Raupenkran in Deutschland, zum Einsatz kommen müssen. Ein solches Gerät hätte zwar nicht die wirtschaftliche Transportfähigkeit gesprengt, stände aber in keiner vertretbaren Relation zu den Gesamtkosten der Transportkette. |  Unter der Bogenbrücke mit einer lichten Höhe von 6,90 m in der Zentrumlinie hatte die Transporteinheit einen Spielraum von maximal 80 cm.
Somit wurden die Wasserstände der letzten zehn Jahre im Binnenhafen Mainz untersucht und der Einsatz des günstigeren 800-Tonnen-Mobilkrans mit dem Kunden für vertretbar bewertet. Der Nachlauf auf der 2 km langen Strecke bis zum Aufstellungsort der Gasturbine im Kraftwerk wurde nach mehreren Streckenprüfungen unter Beteiligung der zuständigen Behörden und Versorgungsträger auf eine 16-Achsen-Fahrzeugkombination festgelegt. Nadelöhr der gemeinsam vereinbarten Route war eine Unterführung mit einer lichten Höhe von 6,90m. Die unter dieser Unterführung verlegten Straßenbahngleise mußten für die Überfahrt zwecks breitflächiger Gewichtsverteilung mit schweren Stahlplatten abgedeckt werden. Vor der Baustelle im Kraftwerksgelände mußte auf Grund der Steigung der Fahrstrecke eine zweite Zugmaschine als zusätzliche Schubkraft eingespannt werden. Den Abschluß des Gesamtauftrags bildeten die diffizilen Einbringungs- und Montagearbeiten, die von der zur Riedl-Gruppe gehörenden und ebenfalls in Hagen ansässigen Firma Riedl & Stöcker GmbH durchgeführt wurden. Mit einem firmeneigenen Hubgerüst vom Typ 48A wurde die Turbine vom Schwerlastfahrzeug abgehoben, auf einer Verschubbahn abgesetzt und auf dem Fundamentblock liegend verschoben. Nach einem weiteren Umbau der Verschubbahnen des Hubgerüstes wurde die Turbine auf die ca. 3 m hohen Verdichterstützen angehoben und im Anschluß betriebsfertig montiert. Die reibungslose Bewältigung aller Aufgaben über die gesamte Transportkette belegte einmal mehr das erfolgreiche Konzept der Riedl - Gruppe, den Projektverladern eine maßgeschneiderte Transport-Anlagen- und Montagelogistik aus einer Hand anzubieten.  Aufrichten der Turbine am Aufstellungsort im Kraftwerk un ter dem 800 Tonnen Hubgerüst von Riedl & Stöcker
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