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ANDONG COMBINED CYCLE POWER PLANT, KOREA

Nach monatelangen Vorarbeiten hat der Projektlogistiker TRANSGERMA Riedl & Kiehntopf GmbH in Bremen den Auftrag über den Transport der Schwerkomponenten, ODC und General Cargo für das Projekt „ANDONG CCPP“ in Südkorea aus dem Hause Siemens AG Energy Sector erhalten. Es handelte sich hier um ein äußerst schwieriges Projekt, weil die Endbestimmung im Inland von Südkorea liegt und die Infrastruktur vom Löschhafen bis zur Endbestimmung erheblicher baulicher Unterstützung bedurfte.
Der Gesamtumfang des Projektes umfasste ca. 18.000 Frt inkl. einer Gasturbine mit 298 to und einer geteilten Dampfturbine im Gesamtgewicht von 325 to einschl. Turbinenrotor und Ober-/Unterteile aus Deutschland und eines Generators im Gewicht von 344 to aus USA. Die Herausforderung bestand darin, die Genehmigungen für Transport und Strecken-Präparierung, die baulichen Maßnahmen und die Transporte in einem sehr eng bemessenen Zeitraum durchzuführen. So waren auf einer Strecke von ca. 150 Km 28 Brücken zu unterbauen oder mit Bypässen zu versehen, über 50 Culvertboxen zu unterbauen und eine Behelfsbrücke zu errichten. Die Genehmigungsverfahren und die baulichen Maßnahmen, einschließlich des Rückbaues der Konstruktionen, und die Transporte durften nicht länger als 6 Monate dauern. Wegen der beginnenden Regensaison in Korea, die Flüsse zu reißenden Strömen werden lässt, war dieser Zeitraum bis Mitte Mai begrenzt, weil danach die Errichtung von Brückenverstärkungen und das Einrichten von Bypässen sowie deren Überquerung unmöglich wäre.
Die schweren Komponenten wurden aus Zeitgründen mit Containerschiffen nach Busan verladen und mit Schwimmkran auf hydraulische Achsen verladen, die anschließend auf einen Ponton gerollt wurden. Abgerollt wurde in einem kleinen Fischerhafen, ca. 1 ½ Tagesreisen nördlich von Busan, weil von dort eine Strecke nach Andong gefunden wurde, die von allen möglichen Alternativen die am wenigsten aufwendige war. Für die Schwerkomponenten wurde eine neue 12×3 achsige Achskombi-nation eingesetzt, die einzige verfügbare Achskombination dieser Art in Südkorea. Um 14%ige Steigungen mit scharfen Kurven zu bewältigen, wurde eine zweite Zugmaschine und zusätzlich ein mit 80 to geballasteter SPMT zum Einsatz gebracht. Diese Transport-Konfiguration war auch für die Überfahrt der Behelfsbrücke notwendig, weil auch dort im Uferbereich eine erhebliche Steigung zu überbrücken war.
Trotz aller Schwierigkeiten mit dem koreanischen Bürokratismus und der koreanischen Transport-Mentalität konnten die Bedingungen der Method Statements weitgehend erfüllt werden und die Schwerteile wurde vor der pönalisierten Ankunftszeit ohne Schäden auf der Baustelle abgeliefert.